Der Genozid am armenischen Volk 1915-1916 - Teil 1/7 - Doku

Der Völkermord an den Armeniern geschah während des Ersten Weltkriegs unter Verantwortung der jungtürkischen Regierung des Osmanischen Reichs. Einem der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts fielen bei Massakern und Todesmärschen, die im Wesentlichen in den Jahren 1915 und 1916 stattfanden, nach türkischen Angaben 300.000, nach armenischen Schätzungen mehr als 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Die Angaben zu den getöteten Armeniern während der Übergriffe in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten variieren zwischen Zehntausenden und Hunderttausenden. Der Genozid ist durch umfangreiches dokumentarisches Material aus den unterschiedlichsten Quellen belegt (siehe auch den Dokumentarfilm Aghet - Ein Völkermord aus dem Jahre 2010. Weltweit erkennen die meisten Historiker ihn als Tatsache an. Die Armenier sehen in ihm ein ungesühntes Unrecht und fordern seit Jahrzehnten ein angemessenes Gedenken auch in der Türkei. Dagegen bestreiten die offizielle türkische Geschichtsschreibung und die Regierung der aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen Republik Türkei, dass überhaupt ein Völkermord stattgefunden hat. Sie bezeichnen die Deportationen als „kriegsbedingte Sicherheitsmaßnahmen", die notwendig geworden seien, da die Armenier damalige Kriegsgegner der Osmanen unterstützt und ihrerseits Massaker an Muslimen begangen hätten. Die Todesfälle führen sie auf ungünstige Umstände und vereinzelte Übergriffe zurück. Der Streit um die Anerkennung des Genozids als historische <b>...</b>
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